Wasser marsch! Die Solarwasserpumpe an der Neshangwe High School ist installiert.

Am 12.12.2014 kam aus Simbabwe die erfreuliche Nachricht, dass die Solarwasserpumpe installiert ist und ca. 3000 liter pro Stunde fördert. Dies geschieht zur rechten Zeit, da nach mehrtägigen Stromausfällen (die sich jetzt häufen) kaum noch Wasser in den Tanks war, welche die Sekundarschule mit über 600 Schülern und die benachbarte Primarschule mit 400 Schülern versorgen wie auch das umliegende Dorf.
Durch den Sponsorenlauf des Lessing-Gymnasiums im Stadtpark am 4.Juli konnten 4245 Euro von den benötigten 4900 Euro bereitgestellt werden. 666 Euro waren noch vom ersten gescheiterten Versuch, die Pumpe durch eine simbabwische Firma installieren zu lassen, übrig.
Über persönliche Kontakte wurde eine schweizerisch-simbabwische Firma gefunden, deren Inhaber ich im April persönlich kennenlernen konnte.
Die Neshangwe High School erklärte sich bereit, sich mit 20% der Kosten zu beteiligen. Im September 2014 überwies Neshangwe ihren Anteil an die Firma und renovierte das Pumpenhaus. Weitere 60% wurden dann vom Lessing-Gymnasium an die Firma überwiesen, der Rest bis zur Fertigstellung zurückbehalten. Die Firma versicherte, die Pumpe bis Anfang Dezember zu liefern. Und sie hat Wort gehalten.
Das Wasser läuft, wie man auf dem Foto sehen kann.
Allerdings muss die Anlage noch von der öffentlichen Wasserversorgung genommen werden, Wasserzähler umgebaut werden etc.

8 Solarpaneele auf dem extra dafür auf 4m erhöhten Pumpenhaus (siehe Foto unten) versorgen eine elektrische Pumpe, die ca. 40m tief in einem engen Bohrloch hängt. Die Pumpe arbeitet nur bei Sonnenschein, aber davon hat Zimbabwe genug, denn an mehr als 300 Tagen im Jahr scheint die Sonne 10-12 Stunden am Tag. 3000ltr/h schafft die Pumpe. Dies dürfte ausreichen, um die drei je 25000 ltr fassenden Tanks ständig befüllt zu halten. Die Schüler können ihren Durst stillen (das Wasser ist übrigens sehr klar und schmeckt gut!) und die Toiletten benutzen. Besonders wichtig ist die Wasserversorgung auch für die ca 40 Lehrer, die mit ihren Familien an der Schule wohnen und ihr gesamtes Wasser von der Schule beziehen.
Für uns hier Deutschland ist es kaum vorstellbar, kein fließend Wasser zu haben. Vor wenigen Tagen allerdings drohte das Lessing-Gymnasium geschlossen zu werden, als ein Leck die Wasserversorgung unterbrach. Zum Pech der Schüler war aber innerhalb einer Stunde der Schaden behoben und sie durften nicht nach hause gehen.
Freuen wir uns also mit der Neshangwe High School und danken all den Spendern und Läufern, die den Bau der Solarpumpe ermöglicht haben.

R. Thiemann

Dankesbrief der Neshangwe High School

Der Schulleiter der Neshangwe High School schrieb am 17.12.2014:

TO OUR ESTEEMED DONORS
ALLOW ME TO TAKE THIS OPPORTUNITY TO THANK YOU FOR A JOB WELL DONE. THE TEACHERS, STUDENTS AND THE NESHANGWE COMMUNITY ARE QUITE HAPPY WITH WHAT YOU HAVE DONE FOR THEM. WATER PROBLEMS ARE GOING TO BE A THING OF THE PAST.WE ARE LIKELY TO INITIATE A NUMBER OF PROJECTS SINCE WATER IS GOING TO BE AVAILABLE ALL THE TIME.THANK YOU SO MUCH FOR YOUR LOVE, EFFORTS AND SACRIFICE. PLEASE KEEP ON SUPPORTING US.
HAPPY CHRISTMAS AND NEW YEAR 
BEST WISHES
G.TIRIVAROMBO

4245,- Euro aus dem Erlös des Sponsorenlaufs des LGN am 4.7.2014 für die Solarwasserpumpe an der Neshangwe High School

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Im Dezember 2013 waren durch Spenden von LessSolar (1120 Euro), Lions Club Norderstedt – Forst Rantzau (500 Euro) und dem Verkauf von DVDs vom Weihnachtskonzert (700 Euro) insgesamt 2320 Euro für den Einbau der geplanten Solarwasserpumpe an der Neshangwe zusammengekommen.

dsc00042Die Neshangwe High School hatte eine örtliche Firma beauftragt, die Pumpe zu installieren. Die Firma begann auch recht zügig mit den Vorbereitungen an der Schule verlangte aber nach und nach immer höhrere Summen, sodass ihr der Auftrag entzogen werden musste, da sie offensichtlich mit betrügerischer Absicht handelte. Bisher wurde nur ein Teil der schon bezahlten 2500 US Dollar zurückbezahlt. Rechtliche Schritte gegen die Firma erweisen sich in dem von Korruption geprägten und wirtschaftlich daniederliegenden Land als langwierig und fast aussichtlos. So muss wohl ein Teil des Geldes endgültig abgeschrieben werden.

Die Schule benötigt die Pumpe jedoch dringend, um ihre desolate Wasserversorgungssituation zu beenden. Das LGN will deshalb die Schule weiter unterstützen, da sie aus eigenen Mitteln die Pumpe nicht anschaffen kann.
Um nicht nochmals auf eine betrügerische Firma hereinzufallen, wurde über Kontakte im Lande eine schweizerisch-simbabwische Firma gefunden, die ein solides Angebot unterbreitet hat und vertrauenswürdig zu sein scheint. Im April 2014 konnte Reinhard Thiemann direkt mit Eigner der Firma in Harare Details besprechen.
Der Kostenvoranschlag der Firma beläuft sich auf 7133,- USD.

Die Neshangwe High School hat sich bereit erklärt, 20% der Kosten für die Pumpe aufzubringen durch Sonderzahlungen der Schüler bzw. Eltern an den Förderverein der Schule (SDA – School Development Association, von Eltern und Schulleitung getragener Förderverein). Der Betrag wurde inzwischen iAnfang September 2013 an die Firma überwiesen.

Die restlichen 80% der Kosten werden mit 4245 Euro aus dem Sponsorenlauf des LGN und dem Restgeld aus dem Spendentopf des LGN vom Dezember 2013 bezahlt. Zunächst wurde im September vom LGN nur ein Teil der Summe überwiesen, der Rest erfolgt nach Fertigstellung der Anlage, voraussichtlich im November/Dezember 2014.
Im Moment ist die Neshangwe High School dabei, das alte Pumpenhaus zu renovieren und seine Mauern zu erhöhen, damit die Solarpaneele sicher angebracht werden können.

R. Thiemann

 

Lesen hier die Vorgeschichte zu dem Solarpumpenprojekt an der Neshangwe High School:

Less-Solar, Lions Club Norderstedt – Forst Rantzau und Weihnachtskonzertvideos helfen, die Wasserversorgung der Neshangwe High School in Simbabwe wiederherzustellen

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Die Solaranlage auf dem Dach des Lessing-Gymnasiums hilft nicht nur der Umwelt, sondern inzwischen auch bei der Förderung umweltpädagogischer und anderer extra-curricularer Aktivitäten an der Schule.
Denn mit Beginn des Jahres 2013 ist die Anlage durch ihre eigenen Erträge aus der Einspeisung ihres Stroms ins öffentliche Netz

Solardach auf dem LGN

Solardach auf dem LGN

abbezahlt und erwirtschaftet beachtliche Beträge von mehreren Tausend Euro im Jahr, von denen ein großer Teil für Projekte an der Schule ausgegeben wird.
Der Verein LessSolar hat auch das Ziel, die Idee des Solarstroms weiterzuverbreiten und fördert deshalb die Nutzung der Solarenergie als Hilfe zur Selbsthilfe in Entwicklungsländern.

Die Neshangwe High School in Simbabwe wird seit Jahren vom Lessing-Gymnasium unterstützt, z.B. mit Computern und Sportartikeln (siehe 50 Computer in Simbabwe angekommen).

Die Wasserversorgung hat sich dort in den letzten Jahren dramatisch verschlechtert, weil Wassertanks zusammengebrochen sind und wegen ständig

Ein Tank in Neshangwe zusammengebrochen.

Ein Tank in Neshangwe zusammengebrochen.

unterbrochener Stromversorgung kaum Wasser zur Schule gepumpt wird. Seit einiger Zeit müssen Schüler und Lehrer das Trinkwasser aus unsicheren flachen Brunnen holen und kilometerweit laufen, um ihre Wäsche im Fluss zu waschen, der zudem die Gefahr von Bilharziose birgt, einer gefährlichen Wurmkrankheit.

Es ist das Bestreben der Schule, sich von der unsicheren Versorgung durch den nächst größeren Ort, Sadza, unabhängig zu machen und die alte Wasserleitung vom Fluss wieder zu benutzen, um das Wasser mit Hilfe einer Solarpumpe in die noch intakten Tanks zu pumpen. Diese Tanks versorgen nicht nur die Neshangwe High School, sondern auch die benachbarte Primarschule und das Dorf nahe der Schule mit Wasser.
Solarpumpen sind teuer. Sie müssen importiert werden aus Europa.

Lageplan der Wasserversorgung

Lageplan der Wasserversorgung

Ganz in der Nähe des Lessing-Gymnasiums, in Henstedt-Ulzburg, hat die Firma Lorentz ihren Sitz, die wohl mit die besten Solarpumpen speziell für Entwicklungsländer baut. Leider sind ihre Produkte wohl zu teuer für die Neshgangwe High School. Sie wird sich wohl mit einer günstigeren Variante zufrieden geben müssen.

Der Kostenvoranschlag für den Kauf der Solarpumpe, die Installation und das Wiederaufbohren des Bohrloches, beliefen sich zunächst auf ca. 4000 Euro.

Die örtlich von beauftragte Firma konnte aber wegen ihrer fehlerhaften Kalkulation die Kosten nicht einhalten. Ihr wurde der Auftrag inzwischen entzogen.
Nach einem neueren Angebot einer simbabwisch-schweizerischen Firma, die von Deutschland aus gefunden wurde, werden sich

So könnte eine neue Pumpe aussehen

So könnte eine neue Pumpe aussehen

die Kosten nunmehr auf 6500 Euro belaufen. Die Elternvertretung der Schule ist dabei, das Geld zu beschaffen und hofft auf weitere Spenden vom Lessing-Gymnasium.

LessSolar fördert das Solarpumpen Projekt mit 1120 Euro.

Frau Leopold, ehemalige Schulleiterin am LGN, hat als Präsidentin des Lions Club Norderstedt- Forst Rantzau eine weitere großzügige Spende vermittelt:

Der Lions Club Norderstedt – Forst Rantzau fördert das Solarpumpen Projekt an der Neshangwe High School lionsmit 500 Euro.

 

Der Verkauf der DVDs vom Weihnachtskonzert erbrachte für das Solarpumpen Projekt bisher über 700 Euro.

Dank der großzügen Spenden ist schon ein großer Teil des benötigten Geldes zusammen.

Weitere Spenden werden noch benötigt, damit die Pumpe alsbald installiert werden kann.

Wer mit einer Spende dazu beitragen möchte, die Wasserversorgung an der Neshangwe High School wiederherzustellen, kann eine Überweisung an IPA (Initiative Partner für Afrika e.V.) senden, Verwendungszweck „Solarpumpe„. Jeder Spender erhält eine Spendenbescheinigung für das Finanzamt.

Mit der Förderung dieses Projektes machen die beiden Vereine, LessSolar und Lions Club Norderstedt – Forst Rantzau, und das Projekt Weihnachtskonzert DVDs den Auftakt für weitere Aktionen im Afrika Jahr der Stadt Norderstedt, die sich vorgenommen hat, bis zum 6.7.2014, an dem ein großes Afrika Fest im Norderstedter Stadtpark stattfinden wird, noch zu vielen weiteren Projekten für Afrika aufzurufen. (siehe Artikel in der Norderstedter Zeitung vom 2. Mai 2013).

R. Thiemann