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Der Legionär der Legio XXI Rapax war am 30.9. 2016 am Lessing Gymnasium – Lateinschülerinnen und –schüler wirkten mit

Den  Lateinklassen der Jahrgänge 7 und 9, die sich am Freitag, dem 30.9., alle im Forum versammelt hatten, stellte sich der „Legionär“ Cn. Tullius Cato vor. Sein Amt war das des Signifer. Zuerst beschrieb er uns sein Signum, dann viel Wissenswertes aus dem Leben der antiken Römer aus den Themengebieten wieLegionäre, deren gesellschaftliche Stellung sowie Bewaffnung, Strafen und Belohnungen im Militär, Aufbau der römischen Gesellschaft, Medizin, Kleidung, Götterwesen u.v.m.

Viele historisch korrekte Exponate (teilweise Museumsrepliken) lagen im Forum aus und veranschaulichten die verschiedenen Sachgebiete.

Zu den römischen Provinzen wurden die Schülerinnen und Schüler teilweise abgefragt, anschließend gab es aber auch ein kleines „Schauspiel“ über ein barbarisches Ehepaar, bei dem wieder ein Schülerpaar vorne mitwirken konnte.

Cato bezog die Schülerinnen und Schüler interaktiv in seine Ausführungenein, einzelne aus dem Schülerpublikum bekamen eine „Rolle“ wie die eines Legionärs oder die von Frauen, die zur Hochzeit ausgewählt werden sollten, oder die Rolle ehemaliger Sklaven usw.

Von dreien, die Bürger aus Rom spielten, wurde einer für die Legion ausgewählt, da er gewisse Voraussetzungen erfüllte:

  • er war geschieden
  • er erhielt eine Freischreibung, ein Empfehlungsschreiben
  • er ging (vorher) einem geeigneten Beruf nach
  • er war kampfbereit
  • er war von großer Körpergröße und gesundheitlich fit

Anschließend erhielt er einen standesgemäßen, römischen Namen: SECUNDUS z.B.

Dieser Legionär lebte in einer Zeit, als jeder höhergestellte römische Haushalt bereits ein Lararium hatte, es viele tausende Götter gab und viele Tempel, in denen bunte Statuen zu sehen waren, die sogar teilweise angezogen wurden und Echthaarfrisuren hatten!Man brachte Opfer (manchmal auch Tieropfer oder Votivgaben), warf seiner Lieblingsgottheit einen Kuss durch die Luft zu!

„Unser“ Secundus wurde ausgestattet und erhielt Schild, Helm und Lanze und Kampfunterricht, das Publikum konnte die einzelnen Verwandlungsschritte hautnah miterleben, sogar die Vorteile der römischen Unterhose sehenJ. Danach wurde eine „Idealschlacht“ demonstriert.

Anschließend ging Legionär Cato über zu verschiedenen Waffen- und Pfeiltypen. In einer simulierten Operation erklärte er uns, wie die Römer operierten und betäubten, z.B. mit Kräutern. Schüler assistierten als Medicus und römische OP-Helfer.

Nach einer Geschichte über die Auffassung der römischen Soldaten in der Schlacht um Jerusalem am Beispiel der Geschichte des Legionärs Titus gab uns Cato noch die Fragemit auf den Weg:

Welche Bedeutung hat das antike Rom für uns heute? 

Wir fandenAntworten in folgenden Gebieten:

  • Architektur und Heizsysteme (in den Thermen),
  • Bau von Straßen,
  • unser Kalender, deren Monatsnamen nach den Römern benannt wurden
  • Kirchen(-sprache)
  • Lateinunterricht, Fachsprache einzelner Wissenschaften

Und in vielem mehr…

Vale valeque!

Bericht (gekürzt und etwas verändert) von Jamila Berisha, Klasse 7b

Gratiam agimus tibi, Jamila!

Kirsten Maybauer und Hans Dohm

  1. Oktober 2016