Das „Lessing Projekt“ des Sprachprofils in der Einführungsphase (Es)

Zu Beginn dieses Projektes standen wir vor der Entscheidung, welchen Aspekt Lessings Schaffen wir näher beleuchten wollen. Herausgekommen ist ein breit gefächertes Spektrum an Themen.

Die Geschichte unseres Lessing-Gymnasiums-Norderstedt
Allgemeines
Das LGN wurde 1975 gegründet, da die „Nordklassen“ (Schüler aus dem Norden Norderstedt, Rhen, Quickborn usw.) im Schulzentrum Süd immer größer wurden. Der damalige Schuldirektor war Herr Splittstößer, der vorher am Coppernicus-Gymnasium war. Zu Beginn war das Gebäude ein Kubus, im Laufe der Zeit gab es zahlreiche Anbauten wie den NaWi-Trakt oder die Sporthalle.
Zur Namensgebung
Nach der Benennung des Coppernicus-Gymnasiums (1965) war der Name „Lessing“ noch unbelegt und war daher die erste Wahl bei der Benennung unserer Schule, denn die von Lessing vertretenen, aufklärerischen Werte wie Toleranz und Freiheit sind bis heute aktuell.
Zum Musik-Schwerpunkt
Seit jeher wurde am LGN Wert auf Musik gelegt. So gab es schon zu Anfang einen Chor, eine Flötengruppe und ein Orchester. 1987 wurde die Big-Band im Zuge einer Projektwoche gegründet. Doch erst durch die Einführung des Musikzweiges 1998 wurde ein fester Schwerpunkt gesetzt. Aber ganz im Sinne von Lessings vielseitigem Leben gibt es am LGN auch ein großes Angebot abseits der Musik wie zum Beispiel die Soccer-Girls oder die Robotik-AG u.v.m. Daniela, Luisa, Niklas, Vera, Yifan

Die Spurensuche nach Lessing in Hamburg
Während unserer Spurensuche haben wir Interviews mit Passanten geführt, es zeigte sich, dass einige sogar über dasselbe Wissen verfügten, welches wir uns erst aneignen mussten. Nach der ersten Recherche waren wir dann doch ziemlich erstaunt, dass es sogar relativ viele Anhaltspunkte zu Lessing in Hamburg gibt.
Wir fanden heraus, dass Lessing drei Jahre als Dramaturg in Hamburg gelebt hatte, wo er zuständig war für Koordinationsaufgaben und die Entwicklung von Spielplänen am Hamburger Nationaltheater, welches 1769 leider aus finanziellen Gründen geschlossen werden musste. Im besagten Theater wurde zum Beispiel „Minna von Barnhelm“ aufgeführt, welches zum erfolgreichsten Stück wurde. Er lernte dort außerdem viele Komponisten und Dichter kennen sowie seine spätere Frau Eva König, welche er 1776 in Jork bei Hamburg heiratete. In seiner Zeit in Hamburg arbeitete er intensiv an „Emilia Galotti“.
Anlässlich seines 100. Todestages 1881 wurde am Gänsemarkt eine Statue im Gedenken an Lessing errichtet. Lessings Stücke werden auch heute noch in Hamburg aufgeführt zum Beispiel „Lessings Liebesbriefe“, „Emilia Galotti“ oder „Nathan der Weise“ während der Lessing-Tage im Thalia-Theater.
Auch in bedeutenden Gebäuden wie dem „Deutschen Schauspielhaus“ und dem „Hamburger Rathaus“ sind Figuren und Embleme Lessings verewigt.Jil, Maureen, Teresa, Theresia

lessing-plakat_480Die Fabeln Lessings
Ohne viel Vorwissen zu haben, entschieden wir uns für das Thema „Lessings Fabeln“. Wenn man an Lessing denkt, kommen einem sofort seine Dramen wie „Nathan der Weise“ oder „Emilia Galotti“ in den Sinn. Was für einen großen Teil seine Fabeln in seinem gesamten literarischen Werk ausmachen, wurde uns auch erst durch unsere Recherchen bewusst.
Unsere Ergebnisse haben wir auf einem Plakat zusammengefasst.Ayesha, Fadime, Franzi, Paula

Die Rallye zu Lessing
Wir haben eine Rallye für den „Tag der offenen Tür“ vorbereitet, die über Lessings Leben, seine Werke, Ehrungen und das Zeitalter der Aufklärung informiert.
Ein eigens angefertigtes Poster zeigt eine Zusammenfassung unseres Themas.Alina, Clara, Frederike, Katharina, Lara, Vanessa

Lessing – Bedeutung und Fortwirken
Gotthold Ephraim Lessing lebte in der frühen Neuzeit vom 22.Januar 1729 bis zum 15 Februar 1781. Er war einer der bekanntesten Dichter und Dramaturgen der Aufklärung. Emilia Galotti und Nathan der Weise sind zwei seiner wichtigsten Dramen, doch worin klärte er nun auf und wie wirkte er auf die Gesellschaft?
Wir befassten uns tiefgründig mit dem Wirken Lessings in der Theaterszene und fanden diese interessanten Fakten heraus:
Lessing war ein Vorbild für die Gesellschaft aufgrund seines anderen Denkens, welches sich in seinen Dramen zeigte. Er stellte dort die Prinzipien der Gesellschaft auf den Kopf.
In den Dramen war die traditionelle, unterdrückte und unmündige Gesellschaft durch eine selbstbewusste, selbstständige und mündige Gesellschaft ersetzt, z.B. ist die „Emanzipation“ der Frauen und herabgestufte Adel impliziert.
Außerdem gab es mehr Freiheiten für das Theater. Lessing wuchs in einer Zeit auf, in der das Theater in die drei Einheiten und die Ständeklausel unterteilt war. Zudem war zu dieser Zeit die schöpferische Fantasie des Dichters nicht gewollt. Lessing jedoch brach all diese Regeln und wurde nichtsdestotrotz von seinem Publikum geliebt. Durch diese „Revolution“ begann ein komplett neues Zeitalter des Theaters.

Berit, Mark, Justus, Julia, Tutku