Luise Bein, Klasse 6c, hat im Vorlesewettbewerb den Regionalentscheid auf Stadtebene gewonnen!

Herzlichen Glückwunsch, Luise, wir drücken die Daumen für den nächsten Wettbewerb, den Bezirksentscheid im März/April 2017. 

Hier gibt es den Zeitungsartikel aus dem Abendblatt: 

Luise Bein, elfjährige Schülerin des Norderstedter Lessing-Gymnasiums, wird den Kreis Segeberg beim Bezirkswettbewerb vertreten.

Norderstedt.  Vorlesen in der Schule? Manche Schüler hassen es, andere lieben es. Wahrscheinlich überwiegt die Gruppe derjenigen, die sich vor dem Lesen eher drücken. Aber tatsächlich kann es ein guter Vorleser oder eine gute Vorleserin mit Talent, Fleiß und einem Gespür für gute Geschichten recht weit bringen. So wie Ann-Sophie Meier vom Norderstedter Lessing-Gymnasium: Sie gewann den Kreisentscheid des Vorlesewettbewerbs für weiterführende Schulen im vergangenen Jahr, jetzt hat sie eine kleine „Karriere“ hingelegt, die schon recht erstaunlich ist. Die Siegerin dieses Jahrs, Luise Bein, ebenfalls vom Lessing-Gymnasium, will in ihre Fußstapfen treten.

Ann-Sophie war die herausragende Leserin im vergangenen Jahr. Sie gewann nicht nur den Kreisentscheid in der Stadtbücherei Norderstedt-Mitte, sondern auch den darauf folgenden Bezirksentscheid in Neumünster und sogar den Landesentscheid in Kiel. Beim Bundeswettbewerb in Kiel vertrat sie das Land Schleswig-Holstein. Dort langte es zwar nicht zum ersten Platz, ihre Stimme und die Art ihres Vortrages fanden aber professionellen Beifall. Auf Ann-Sophie wurden Mitarbeiter eines Hörbuch-Verlages aufmerksam, die sie fragten, ob sie Lust habe, an einer neuen Produktion teilzunehmen. In einem Hamburger Tonstudio las sie dann für die Reihe „Wieso? Weshalb? Warum?“ eine Geschichte über die Bibel vor. Gegen Gage, versteht sich. Demnächst wird dieses Hörbuch auch der Stadtbücherei Norderstedt zum Verleih zur Verfügung stehen.

Beim aktuellen Vorlesewettbewerb saß Ann-Sophie am vergangenen Freitag stolz in der Jury des Wettbewerbs und beteiligte sich lebhaft daran, die Siegerin 2017 zu küren. Bibliothekarin Christina Gerisch hatte den Kreiswettbewerb der weiterführenden Schulen bereits zum 21. Mal ausgerichtet, wobei sie von ihrer Kollegin Stefanie Neumann unterstützt wurde. Das übrige Team der Stadtbücherei sorgte dafür, dass an diesem Wettbewerb, der sich bis in die frühen Abendstunden hinzog, alle ihren Spaß hatten: die Teilnehmer sowie die kleinen und großen Gäste. Während der Pausen, die die Jury zur Entscheidungsfindung brauchte, konnten die jüngeren Besucher ein Kinderbuchfiguren-Rätsel lösen. Zu gewinnen gab es natürlich Kinder- und Jugendbücher.

23 Mädchen und Jungen aus ebenso vielen Schulen im Kreis Segeberg traten gegeneinander an und lasen um die Wette. Die 24. Teilnehmerin hatte abgesagt. Im ersten Teil des Wettbewerbs konnten alle aus selbst gewählten Büchern lesen.

In die Endrunde kamen schließlich fünf Mädchen und ein Junge. Sie alle mussten aus einem ihnen unbekannten Buch lesen, das gerade erst zwei Tage vorher erschienen war: „Salon Salami – einer ist immer besonders“ von Benjamin Tienti hatte Christina Gerisch ausgesucht. Und dabei bewiesen alle Endrundenteilnehmer, dass sie auch einen unbekannten Text gut vorlesen können. Am besten aber machte es nach Ansicht der Jury Luise Bein, die nach viereinhalb Stunden zur Siegerin gekürt wurde. Sie darf den Kreis Segeberg im März beim Bezirkswettbewerb in Neumünster vertreten. Wenn sie dort siegt, liest sie in Kiel, anschließend möglicherweise in Berlin. Abwarten.

Die elfjährige Luise jedenfalls freute sich über ihren Erfolg. Was liest sie am liebsten? Vieles, aber keinesfalls Pferdegeschichten – womit sie sich von vielen Mädchen ihres Alters unterscheidet. „Spannend sollten die Bücher schon sein“, sagt Luise, die sich selbst als „Leseratte“ bezeichnet. „Wichtig ist für mich immer ein gutes Ende.“ Als selbst gewähltes Buch hatte sie „Die geheime Benedict-Gesellschaft“ von Trenton Lee Stewart mitgebracht. Ein spannendes Jugendbuch also. Die Jury musste für die Lesetechnik, die Interpretation und die Textauswahl Punkte vergeben.

Einen Beruf möchte die Gewinnerin aus ihrer Freude am Lesen nicht machten. Sie möchte viel lieber Forscherin im Bereich Biologie werden. Warum? „Ich liebe die Natur und Tiere; außerdem studiert mein Bruder auch Bio.“

Am Freitag, 24. März, sind die Grundschüler an der Reihe. Die jeweiligen Schulsieger aus Norderstedt werden dann bei einem Vorlesewettbewerb in der Stadtbücherei-Mitte um die „Stadtmeisterschaft“ lesen.

Von Frank Knittermeier