Wie jedes Jahr wurde die letzte Schulwoche wieder von den Weihnachtskonzerten eingeläutet. Ich persönlich liebe die Weihnachtskonzerte, besonders die irgendwie feierliche Atmosphäre. Schon am Montagmorgen bei den Generalproben sind alle aufgeregt, besonders wenn man dann in den großen Saal schaut und sich vorstellt, dass er am Abend voller Menschen sein wird.Um 20 Uhr ging es dann los: Zuerst hielt Frau Leopold eine Rede, in der sie die vielen verschiedenen Ensembles lobte und einen Überblick über das Programm gab, danach hieß es „Bühne frei“ für die Percussion-AG, die das Stück „Ein Winterabend“ von Herrn Astner uraufführte. Man konnte, dank der vielen verschiedenen Arten von Trommeln, Triangeln und so weiter die Winterkälte wirklich nachempfinden, und so sorgte die Percussion-AG für einen absolut überzeugenden Auftakt. Nach einigem Umbau (an dieser Stelle noch mal einen ganz, ganz herzlichen Dank an das Technik-Team – nur dank euch hat alles so reibungslos funktioniert!) kam Orchester 2 auf die Bühne. Es ging los mit „Prelude for Christmas“, einem Weihnachtslied-Medley von A. W. Benoy. Das zweite Stück war ein von Herrn Köttgen arrangierter Beatles-Song, „She’s leaving home“, in dem es um ein Mädchen geht, das von zu Hause ausreist, und um ihre Eltern, die sich darüber Gedanken machen. Weiter ging es mit dem „Tanz der Zuckerfee“ und mit „Trepak“ aus der Nussknacker-Suite von Tschaikowsky, arrangiert von Bazu. Der krönende Abschluss des Auftrittes war dann ein Arrangement des „Tanzes der Gaukler“ von Rimsky-Korsakoff. Nachdem Orchester 2 unter viel Applaus hinter der Bühne verschwunden war, wurden die Scheinwerfer auf die Streicheranfänger der 6. Klassen („Streicher 6“) gerichtet, die unter Herrn Köttgen ein „Konzertstück“ von R. S. Frost aufführten. Für erst 2 Jahre Gruppenunterricht klang das Stück wirklich genial! Nach dem entsprechenden Applaus gesellte sich dann Orchester 1 zu den Streichern 6 auf die Bühne, um zusammen den One-Republic-Song „Secrets“ als Orchester-Arrangement von Herrn Dohm zu spielen. In dieser Fassung klingt das Lied fast noch besser als im Original! Doch nicht nur die Streicher 6 hatten ihren großen Auftritt, auch die Streicher 5 (also ein Jahr Unterricht) spielten zusammen mit dem Orchester 1, und zwar aus dem Film „Die fabelhafte Welt der Amélie“ das Stück „Comptine d’un autre été“ von Yann Tiersen, wieder arrangiert von Herrn Dohm. Anschließend spielte Orchester 1 noch ein Solo-Stück namens „Kleines Echolied“, eine Eigenkomposition Herrn Dohms die auf einem Thema von Kabalewski basiert. Dafür gab es einen kleinen Umbau, denn der besondere Pfiff des Stückes besteht darin, dass das Orchester in zwei Hälften geteilt wird und die Bläser und ein Cello die Themen der „Übriggebliebenen“ als Echo nachspielen. Dadurch klang das Stück sehr witzig und abwechslungsreich.Nach dem „Echolied“ kam unter großem Applaus Chor 1 (5. und 6. Klasse) unter der Leitung von Herrn Astner auf die Bühne. Das erste Stück, „59th Street Bridge Song“ von P. Simon wurde von Orchester 1 mitgespielt während das zweite, „Be True To Your School Music“ von den Beach Boys nur von Herrn Astner am Klavier begleitet wurde. Als letztes kam dann noch „Happy Xmas“ von John Lennon und Yoko Ono, wieder mit Orchester 1. Sämtliche Stücke wurden vom Chor 1 mit großem Enthusiasmus vorgetragen und vom Orchester überaus passend begleitet, sodass der Auftritt vom Publikum begeistert aufgenommen wurde.Nach einer längeren Umbaupause (es mussten ja die ganzen Stühle weggeräumt werden) trat der Chor 2 (7.und 8. Klasse) unter der Leitung von Herrn Hoffmann ins Scheinwerferlicht. Mit „The Christmas Star“ hatten sie das Publikum sofort auf ihrer Seite, weiter ging es mit „Shape Of My Heart“ von Sting, wunderschön gesungen von einem kleinen Ensemble des Chores. Beim letzten Stück, „Santa Claus is coming to town“, fiel es den Zuhörern dann schon richtig schwer, nicht begeistert mitzusingen, und der Chor 2 ging unter stürmischem Applaus nach einem Super-Auftritt von der Bühne. Dann gingen die Lichter an und es klingelte zur Pause. Nachdem alle durch Brezeln und Getränke gestärkt waren, begann die zweite Hälfte des Konzertes. Bigband 1 marschierte auf die Bühne, und als dann auch die letzten Zuhörer eingetrudelt waren, gingen die Lichter aus, es wurde mucksmäuschenstill. Dann zählte Herr Hoffmann ein, und Bigband 1 legte los. Nach dem fantastischen ersten Stück „Tuxedo Junction“ ging es weiter mit einem Jazz-Arrangement von Stille Nacht, danach kam „Got My Mind Set On You“. Das Publikum konnte sich kaum noch halten, die Stücke waren total mitreißend und weckten wohl so manchen müden Zuschauer aus dem Halbschlaf. Nach dem furiosen letzten Stück, „Sing, Sing, Sing“ ging die Bigband 1 unter donnerndem Applaus von der Bühne.Auf Bigband 1 folgte Bigband 2, die mit dem allseits bekannten „Theme from New York – New York“ von J. Kanders ihren Auftritt begannen und ihn dann mit der „Channel One Suite“, einem Stück in drei Sätzen von Bill Reddie überaus erfolgreich fortsetzten. Weiter ging es mit „Feeling Good“ aus dem Musical “The Roar of the Greasepaint – The Smell of the Crowd“, wunderbar gesungen von Berenike Guilliard.
Am zweiten Abend wurde dasselbe Stück von Jasmin Rauch gesungen, die es ganz anders, aber genauso toll interpretiertee. (Es hätte sich gelohnt, an beiden Abenden dabeizusein ….).Als letztes Stück kam dann “Cut To The Chase” von Larry Barton, bei dem nun wirklich jeder Zuschauer mitgehen musste. Entsprechend laut war dann auch der BeifallAls letztes Ensemble kam dann der Große Chor (9. bis 13. Klasse) auf die Bühne. Mit einem wunderschönen „Ave Verum“ von Saint-Saens wurde der Auftritt begonnen, um dann mit „Close To You“ von Martin Carbow weiterzusingen. Beide Lieder klangen einfach nur toll und auch das Publikum war restlos begeistert. Als Ohrwurm zum Schluss kam dann noch Herrn Hoffmanns Arrangement von „Hört der Engel helle Lieder“, indem das „Gloria“ und das „in excelsis deo“ mit englischem Akzent gesungen wurde, was dem ganzen Stück richtig Pep gab.Wie alle Jahre wieder verabschiedeten sich Musiker und Publikum mit dem traditionellen gemeinsamen Singen von „Oh du fröhliche“, und es läuft einem wirklich ein wohliger Schauer über den Rücken, wenn ein voll besetzter Saal zusammen singt. Nach diesem feierlichen Abschluss gingen zum zweiten Mal die Lichter an, und langsam leerte sich der Saal. Auch das zweite Konzert am Dienstagabend war toll. Sämtliche Ensembles haben ihr Bestes gegeben und man ist immer wieder erstaunt, wie viele tolle Musikgruppen es an unserer Schule gibt. Ich fand, dass die Weihnachtskonzerte 2012 ein voller Erfolg waren (was wohl auch die Zuschauer fanden, immerhin war der Saal beide Male gut gefüllt) und hoffe, dass noch viele weitere folgen werden!

Luisa Zechel (9b)

 

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