In drei Stunden eine Reise durch (fast) alle Stile und Epochen der Musik – Kein Wunder, dass dieses Jahr beide Weihnachtskonzerte des Lessing-Gymnasiums bis auf den letzten Platz ausverkauft waren. Aber auch die Mitwirkenden freuen sich jedes Jahr wieder auf die Konzerte, die Stimmung auf und hinter der Bühne ist einfach unvergleichlich weihnachtlich. Mit glänzenden Augen, höchster Konzentration und viel Freude stellten die Mitwirkenden unter der Leitung der fünf Musiklehrer ein eindrucksvolles Programm auf die Beine.

Mit dem selbst arrangierten Stück „Harte Kekse“ sorgte die Percussion-AG unter Herrn Astner schon von Beginn an für Stimmung. Auch das Djembé-Solo von Henning Welge überzeugte.
Weiter ging es mit der Streichergruppe 6, geleitet von Herrn Köttgen. Nach nur eineinhalb Jahren Unterricht konnten sie mit Stücken wie dem „Konzerttrio“ (R.S.Frost) die Zuschauer begeistern.
Auch das Orchester 1 bewies mit von Herrn Dohm passgenau arrangierten Stücken wie der „Levan Polkka“ oder der Musik aus „Drei Nüsse für Aschenbrödel“ seine musikalische Vielseitigkeit. Viele der Musiker haben erst seit kurzer Zeit Unterricht auf ihrem Instrument, umso beeindruckender ist da der Klang des Orchesters. Das „Sinfonieorchester des Lessing-Gymnasiums“ (SOLG) präsentierte ein sehr gemischtes Programm, beginnend mit der „Meditation“ von Jules Massenet mit Tobias Waslowski als zauberhafter Solovioline. Dvoráks „Slawischer Tanz Nr.1 C-Dur“ war der spritzige Schluss des Auftrittes.
Mit dem allseits bekannten „Maria durch ein Dornwald ging“, wunderbar gesungen vom Chor 1, kam im Saal wieder Weihnachtsstimmung auf. Aber auch mit Pop-Stücken überzeugte der Chor unter der Leitung von Herrn Astner.
Die beiden Gesangsgruppen, dirigiert von Herrn Hoffmann, beeindruckten mit „If I Ain’t Got You“ (Alicia Keys) und „Drück die Eins“ (Annett Louisan) ebenfalls mit einer großartigen und perfekt choreographierten Performance. Der Chor 2 unter Herrn Hoffmann rundete diese gelungene erste Hälfte des Programms mit einem durchweg überzeugenden Auftritt ab. Das bekannte „Jingle Bells“ mit den ausgezeichneten Solistinnen Maxine Eggers, Luna Heitmann und Lena Kentmann sowie der Pop-Hit „Royals“ (Lorde) fesselten die Zuschauer.
Nach der Pause heizten die beiden Bigbands den Zuschauern im Saal ein. Die Bigband 1 unter Herrn Hoffmann präsentierte mit „Rocking Around the Christmas Tree“ und „Rudolph, The Red-Nosed Reindeer“ weihnachtliche Klänge und regte mit Klassikern wie „Volare“ (D.Modugno/ Arr. F.Comstock) und „Caravan“ (D.Ellington/ Arr. B.Lowden) das Publikum zum Mitswingen an. Der Auftritt der Bigband 2 unter Herrn Packeiser begann mit einem gekonnten Arrangement einer Kantate des Weihnachtsoratoriums, gefolgt von wohlbekannten Standards wie „Topsy“ oder „Panic Button“, die für richtig Stimmung im Saal sorgten. Das absolute Highlight war jedoch „Skyfall“, mitreißend und gleichzeitig gefühlvoll gesungen von Maria Stjepic.
Das furiose Finale des Konzertes war wie jedes Jahr der Große Chor unter der Leitung von Herrn Hoffmann. Bei besinnlichen und anspruchsvoll arrangierten Weihnachtsliedern konnten die Mitwirkenden wieder einmal ihre perfekte Intonation vorführen. Das Solo zu Beginn von „Joyful, Joyful“, gesungen von Maxine Eggers, Dilara Siebert und Isabella Seliger sorgte endgültig und völlig zu Recht für Gänsehaut beim Publikum. Nach einem gemeinsamen „Oh du Fröhliche“ waren die Konzerte dann viel zu schnell schon wieder vorbei.

Luisa Zechel, Q1s

Das Programm des Konzert findet sich hier.