Fächerbezug: Mathematik, Naturwissenschaften (Physik), Erdkunde, Geschichte

Kurslehrer: Herr Lehm

Umfang: 2 Stunden pro Woche

Themenkomplex 1: Navigation, Navigationsverfahren, historische Navigationsgeräte
Wie Kolumbus Amerika gefunden hat, weiß jeder, aber wie fand er den Weg nach Hause?
Weshalb ist eine Seemeile genau 1852m lang?
Weshalb gibt man die Geschwindigkeit eines Schiffes in Knoten an?
Wie hat ein einfacher Uhrmacher das „Längengradproblem“ gelöst und weshalb hat er trotzdem nicht das ausgelobte Preisgeld dafür erhalten?
Im ersten Teil geht es darum, wie man mithilfe von Landmarken oder dem Polarstern bzw. der Sonne die Position eines Schiffes auf See bestimmen kann.
Nachdem jeder einige terrestrische und astronomische Navigationsverfahren beherrscht, wird auf einem fiktiven Schiff als Nautiker angeheuert. Dabei soll der Weg dieses Schiffes durch die Ostsee in der Seekarte nachvollzogen werden.
Hierbei benötigt man Kenntnisse aus dem Mathematikunterricht der Klassenstufen 7 und 8 und Grundkenntnisse aus dem Erdkundeunterricht.

Themenkomplex 2: Segelkriegsschiffe zu Beginn des 19. Jahrhunderts
Was ist eine Fregatte und was unterscheidet sie von einem Linienschiff?
Welche Segeleigenschaften hatte eine Fregatte und wie war sie bewaffnet?
Wer waren die Männer, die Anfang des 19. Jahrhunderts auf den Kriegsschiffen dienen musste? Wie war die Besatzungshierarchie? Welche Funktionen (Berufe) gab es an Bord? Wie waren Unterbringung, Verpflegung, medizinische Betreuung? Wie war die Bezahlung?
Als Grundlage für die Beantwortung dieser und weiterer Fragen dient der Kinofilm „Master and Commander“, der abschnittsweise im Unterricht gesehen wird.
Zu den einzelnen Filmsequenzen werden Arbeitsaufträge erteilt, deren Ergebnisse im Rahmen kurzer Vorträge präsentiert werden.

Themenkomplex 3: Seeverkehr und Hafenwirtschaft
Wo befindet sich die Kadetrinne und weshalb wird sie als „Fluch und Segen der
Ostsee“ bezeichnet?
Wie ist der Betrieb in einem Hafen organisiert?
Welche Aufgaben hat ein Festmacher? Wie ist der Dienst auf einem Hafenschlepper organisiert? Welche Voraussetzungen muss man mitbringen, um Mitglied einer „Lotsenbruderschaft“ werden zu können. Was hat der 1. Offizier auf einer Ostseefähre zu tun? Was ist ein Tonnenleger?
Was bedeutet die Abkürzung DGzRS?
All diese Fragen sollen am Beispiel des Seegebietes „mittlere Ostsee“ und des Seehafens Rostock beantwortet werden.
Dazu halten die Schülerinnen und Schüler Vorträge zu ausgewählten Themen.
Zur Veranschaulichung dienen kurze Filmsequenzen.

Themenkomplex 4: Piraten gestern und heute
Piraten Freibeuter, Korsaren, Flibustiere – verschiedene Bezeichnung für ein und dasselbe?
Der „Jolly Roger“ oder die Piratenflagge – wie entstand sie, was stellt sie dar?
Kapitän Flint, John Silver, Israel Hands -die Helden von Stevensons „Schatzinsel“. Gab es sie wirklich?
Im viertenTeil beschäftigen wir uns mit einzelnen heute noch bekannten „Piratenpersönlichkeiten“. Claus Störtebeker , Francis Drake, Edward England und andere werden vorgestellt.
Weshalb ist Piraterie auch heute noch ein Thema? In welchen Gewässern handeln moderne Piraten? Welche Ziele verfolgen sie? Wie wird gegen sie vorgegangen?
Voraussetzung hierfür sind starke Nerven und ein wenig Interesse an Piratengeschichten.
Auch hier sollen zu ausgewählten Themen Vorträge gehalten werden.

(Alternativ zu Themenkompex 4 oder zusätzlich kann das Thema
„Die P-Liner- die letzten großen Frachtsegler“ angeboten bzw. bearbeitet werden.)

Für die erfolgreiche Bearbeitung der Themenkomplexe 2, 3 und 4 sind lediglich Interesse an den Themen, die Fähigkeit im Internet oder „analog“ zu recherchieren und ein wenig Mut, nach Möglichkeit frei zu sprechen, erforderlich.

Themenkomplex 5: Besuch des Internationalen Maritimen Museums in Hamburg
Im Rahmen des Museumsbesuches erfolgt eine Führung unter der Leitung von Herrn Lehm, bei der ausgewählte Exponate besprochen werden.
Darüber hinaus soll jeder auf Entdeckungsreise durch das Museum gehen, ein besonders interessantes Exponat auswählen und dieses im Rahmen eines Artikels vorstellen.

Leistungsbewertung:

  • Eine schriftliche Kontrolle pro Halbjahr,
  • Kartenarbeiten,
  • Vorträge (ein Vortrag muss verbindlich gehalten werden, andere Themen können freiwillig bearbeitet werden),
  • Artikel zu einem Museumsexponat
  • mündliche Beteiligung im Unterricht